Wesentliche Bedingungen für die qualitätsgerechte Thermografiemessung sind die Auswahl der geeigneten Messtechnik und die Qualifikation und Erfahrung des Thermografen. Hier sind bei den im Markt agierenden Anbietern große Unterschiede zu finden, die es dem Auftraggeber nicht immer einfach machen, die richtige Entscheidung für die Auswahl des zu beauftragenden Thermografen zu treffen.
Qualifikation und Erfahrung des Thermografen
Da es sich bei Thermografiemessungen um eine erfahrungsbasierte Tätigkeit handelt, welche sich nur in Teilbereichen in Regellisten und Normen erfassen lässt, ist eine lange Berufserfahrung in den angebotenen Anwendungsgebieten unabdingbar. Diese lässt sich nur bedingt durch geeignete Qualifikationsmassnahmen ausgleichen. Auch Personalzertifizierungen spiegeln nicht vollständig des Qualifikations- und Qualitätsniveau eines Thermografen wider. Sie geben jedoch einen ersten Anhaltspunkt. ITEMA ist hier durch verschiedene hochwertige Personalqualifikationen sehr gut aufgestellt.
Prozess- und anlagenspezifische Kenntnisse sind notwendig, um die Infrarotbilder sachgerecht zu bewerten. Diese Kenntnisse erwirbt man in der fachspezifischen Ausbildung oder in einem fachübergreifendem Ingenieurstudium.
Auswahl geeigneter Messtechnik
Unter dem Stichwort "Thermografie" wird auf dem Markt mittlerweile eine Vielzahl von Messdienstleistungen angeboten, deren gemeinsamer Nenner nur noch in der Erzeugung farbiger Temperaturschaubilder unter Zuhilfe einer mehr oder minder geeigneten Infrarotkamera zu bestehen scheint.
Für eine hochqualitative und effektive Thermografiemessung sind optimierte Infrarotkameras für den Profibereich notwendig. Eine Auswahl der notwendigen Bewertungskriterien sehen Sie nachstehend:
- hohe geometrische und thermische Auflösung
- Wechselobjektive für unterschiedliche Messsituationen (Weitwinkel-, Normal-, Teleobjektiv)
- separates Zusatzdisplay für Messung an schlecht einsehbaren Objekten
- robustes Kameradesign und ergonomische Handhabbarkeit für ausgedehnte Messeinsätze
- sinnvolle Temperaturmessbereiche für effektives Arbeiten (Vermeidung von häufigem Umschalten)
- Ablesbares Display in jeder Beleuchtungssituation
- lange Akkulaufzeiten (Wechselakkus!) für kontinuierlichen Einsatz
ITEMA hat in verschiedene IR-Kameras investiert und kann daher für nahezu jede Messaufgabe den Einsatz eines optimalen Systems anbieten. Wie sich der Wert der geometrischen Auflösung (IFOV) auf das Messergebnis auswirkt, zeigen die nachfolgenden Bilder. Da bei schlechten Werten (IFOV größer 1,7 mrad) sich die Bildpunkte größer werden, ergibt sich effektiv eine Mittelung der Objekttemperaturen mit der Umgebung. Die für eine sachgerechte Bewertung notwendigen Objekttemperaturen werden zu niedrig angezeigt und damit besteht das Risiko, dass Fehler nicht entsprechend ihrer Gefährlichkeit eingeschätzt werden.

- Mit der hochauflösenden Kamera (1,3 mrad und 24°x18°-Optik) können 201 °C gemessen werden.

- Mit der schlechter auflösenden IR-Kamera
(1,9 mrad und 17°x12,8°-Optik) können nur 163 °C gemessen werden.