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High-Speed-Messungen

Die Echtzeitthermografie ermöglicht durch ihre zeitliche Auflösung von bis zu 50 Infrarotbildern je Sekunde neue Einsichten in den thermischen Prozess. Die Echtzeit- oder auch On-Line-Thermografie bietet dabei Vorteile ähnlich wie bei einer Aufzeichnung mit einer Hochgeschwindigkeits-Videokamera.

Die Aufzeichnung erfolgt zunächst in einer Bildsequenz, die fest gespeichert wird. Vorteilhaft kann hier auch eine parallele Videoaufzeichnung sein. Danach lassen sich die Infrarotaufnahmen im Einzelschrittverfahren sichten und auswerten. Auf einzelne Bilder, eine bestimmte Auswahl von Bildern oder auf die gesamte Aufzeichnungssequenz lassen sich alle Auswertemöglichkeiten der Temperaturmessung anwenden. Eine Modifizierung der Echtzeitthermografie ist das Line-Scan-Verfahren. Durch die Speicherung der Temperaturinformationen in nur einer Zeile sind Aufzeichnungssequenzen bis 3.500 Zeilen pro Sekunde möglich.

Durch den Einsatz der Echtzeitthermografie können beispielsweise Prozess- und Objektgeschwindigkeiten oder zweidimensionale Ausbreitungsprozesse aufgezeichnet werden. Typische Anwendungen sind daher:

  • Schmelz- und Erstarrungsprozesse
  • Gasausbreitung und Explosionen
  • hochdynamische Aufheiz- und Abkühlvorgänge
  • Strömungsprozesse
  • „Stroboskop“-Blick auf kontinuierliche Prozesse (Rotation, Fließbewegungen)
Konverterabstich mit 20 Bildern je Sekunde

Konverterabstich mit 20 Bildern je Sekunde
                         
Aufgenommen mit einer Bildrate von 20 Bildern/Sekunde: Abstich von Rohstahl während der Machbarkeitsstudie für infrarote Schlackenerkennung. Die mitlaufende Schlacke ist zur besseren Unterscheidung vom Stahl grün eingefärbt.

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