Die genaue Messung des Verlustwärmestroms unterstützt die visuelle Einschätzung der thermografischen Aufnahmen. Damit werden Wärmeverluste an technischen Isolierungen quantifizierbar.
Vorgehensweise:
Thermografisch werden zunächst Meßpunkte an der Rohrleitung oder am Behälter ermittelt, welche die intakte Isolierung bzw. typische Schadstellen mit erhöhten Wärmeverlusten repräsentieren. Die Messungen werden mit Wärmestrommeßplatten vorgenommen. Als Grundlage für die Auswertung werden die Randbedingungen und Anlagendaten notiert. Ein Datenlogger zeichnet über einen festgelegten Zeitraum die gemessen Wärmeströme und Temperaturen auf.
Auswertung:
Der zeitliche Verlauf der Wärmeverluste an verschiedenen Meßstellen kann grafisch dargestellt werden. Der Vergleich mit den theoretischen Wärmeverlusten erlaubt eine Einschätzung der lokal gemessenen Verluste. Nutzt man die thermografische Bewertung der Flächenanteile, ist eine Hochrechnung des Gesamtwärmeverlustes der Rohrleitung bzw. Anlage möglich. Die Einordnung des Meßtages in die Jahresganglinie erlaubt eine Abschätzung der Jahreswärmeverluste.