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Geeignete Kameras für die Elektrothermografie

Durch VdS Schadenverhütung sind in der Richtlinie VdS 2859 die Anforderungen an Kameras für die Elektrothermografie und ihren Einsatz durch den Sachverständigen für Elektrothermografie definiert worden:
  • Einsatztemperaturbereich: -10 bis +40 °C
  • Messbereich: - 20 bis +500 °C
  • Genauigkeit/Messwert: +/+ 2% bzw. 2 K
  • Wellenlängenbereich: 7,5 µm – 13 µm
  • Geometrische Auflösung: < 3 mrad
  • Bildauflösung: min. 160 x 120 Pixel
  • Bildwiederholfrequenz: > 20 Hz
  • Eingabemöglichkeiten für: Emissionsgrad, reflektierte Umgebungstemperatur
  • Messfunktionen: Spot, Auto-Hot-Spot, Isotherme
  • Messwertverwaltung: radiometrierte IR-Bilder einfrieren und speichern
  • Kalibrierung: 1 x jährlich
  • Handling: handgehalten, externes Display
  • Objektive: Normal-, und Teleobjektiv
Durch eine handgehaltene Kamera und ein externes Display werden sicheres und zügiges Arbeiten in den elektrischen Anlagen gewährleistet. Auch nicht direkt einsehbare Anlagenteile können durch das optional einzusetzende Zusatzdisplay sicher bewertet werden. Die Bildwiederholfrequenz von größer 20 Hz sichert ein „flüssiges“ Infrarotbild im Sucher oder Display, welches dann auch keine „Nachzieheffekte“ hat.

ITEMA setzt für die Elektrothermografie mehrere handgehaltene Infrarotkameras ein, welche alle der VdS-Anforderung entsprechen.

Besonderen Einfluss auf die Messgenauigkeit hat die geometrische Auflösung der Kamera-Objektiv-Kombination. Hier sollte eine Kamera mit einer Auflösung kleiner 1,5 mrad eingesetzt werden, damit die Bildpunkte nicht zu groß werden. Da in großen Bildpunkten der hot-spot nur in den Mittelwert eingeht, wird seine Temperatur nicht korrekt gemessen. Die nachfolgenden Bilder zeigen dies:
Aufnahme Klemmfehler mit 1,3 mmrad-Kamera
Aufnahme mit einer 1,3mrad-Kamera: Temperatur des Klemmfehlers = 41,6 °C
Aufnahme Klemmfehler mit 1,9 mmrad-Kamera
Aufnahme mit einer 1,9mrad-Kamera: Temperatur des Klemmfehlers = 35,6 °C
Insbesondere wenn man kleine oder weit entfernte Objekte exakt messen will, sind IR-Kamera mit einer schlechten geometrischen Auflösung > 1,5 mrad abzulehnen, da hier keine Gewähr für eine korrekte Messung der Fehlertemperatur mehr besteht. Da diese Fehlertemperatur in die Bewertung des Fehlers eingeht, wird ein kritischer Fehler ggf. nicht seiner Gefährdung entsprechend eingeschätzt und entwickelt sich zu einem Brand.

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